25/05/2018





Da ich ein paar Tage frei hatte, habe ich einen Trip nach Ungarn gemacht. 5 Tage lang bin ich durch die Straßen von Ungarn geschlendert. 4 Tage davon war ich in Budapest und am vorletzten Tag entwich ich dem schlechteren Wetter in Budapest mit einem Tagestrip nach Esztergom.
Budapest ist eine gespalten Stadt mit sehr viel Geschichte. Vor der Vereinigung waren Buda und Pest durch die Donau getrennte Städte. Pest entwickelte sich zu der Metropole für die Budapest heute bekannt ist. Märkte, Geschäfte, Restaurants, Bars und das ganze pulsierende Leben stieg in der Stadt mit den Jahren auf. Buda hingegen blieb sich und ihrer Kultur treu. Auf Buda findet man die leuchtenden Schlösser, Burgen und Basiliken. Alles in allem hat sich die Architektur in Budapest sowohl in Pest als auch in Buda aufrecht erhalten. Mich hat die Schönheit der Gebäude und Straßen wirklich beeindruckt. Bis zu diesem Trip habe ich noch nie eine Stadt mit soviel erhaltenen Altbau gesehen. Die Geschmäcker trennen sich bei Arten von Städten wie bei Musik. Manche lieben die Moderne und die Wolkenkratzer und manche das Erhaltene und die Altbau-Gebäude. Ich bin definitiv ein Bewunderer des Zweiterem. Deswegen war für mich Budapest wirklich einer der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Stadt, die ich bist jetzt gesehen habe.

Eine wunderschöne Verbildlichung von Buda und Pest ist als Mural in Pest zu finden. Wo ich dieses gesehen habe erzähle ich gleich.
Dieses Mural wurde von einer Tätowiererin und einem Grafik-Designer erstellt. Die Tätowiererin erschuf die Vermenschlichung von Buda in Gold mit einer Krone auf der die Burgen und Schlösser hausen. Der Grafik-Designer erschuf somit Pest in Silber in einem Gewand aus Wolkenkratzern.
Die Namen der Künstler sind mir leider nicht bekannt.




Als ich früh am morgen ankam ließ ich zuerst mein ganzes Zeug im Hostel und machte mich direkt auf dem Weg zu einer Free Walking Tour. Da ich allerdings bis zu Beginn der Tour noch Zeit hatte, besichtigte ich die St. Stephen's Basilika. Nachdem ich die Andrássy utca (utca = Straße) entlang lief mit den ganzen Luxus Geschäften sah ich auch die Basilika. Nach diesem 15 Minütigen Spaziergang war mir schon bewusst, dass die Erwartungen die ich hatte schon gesprengt worden sind.





Die St. Stephen's Basilika ist ein atemberaubendes Meisterwerk. Der Eintritt kostet 500 HUF (ca 1,50€). Man kann auch nach oben auf den Turm für eine Panorama Aussicht, dass habe ich allerdings nicht getan.







Als ich mich dann der Free Walking Tour anschließ starteten wir die circa 3 Stunden lange Tour in 3 verschiedenen Gruppen in Pest. Nach circa 2 Stunden machte ich mich mit einem Mädchen aus meinem Hostel in Buda schlussendlich selbstständig, da uns die Tour ein wenig zu fade und lang war. Man hat trotzdem viel über die Geschichte lernen können. In Buda schlenderten wir an dem Buda Schloss entlang. Zwischen den ganzen Museen befand sich dann ein Volksfest, dass zu Pfingsten dort stattfand. Mit traditionellem Tanz und Live Musik, Essen und handgefertigten Souvenirs erschaffte Buda eine sonderbar schöne Atmosphäre
Auf dem Weg zurück besichtigten wir in Pest das Parlamentsgebäude und beobachteten zufällig einer eindrucksvollen Prozedur in der von Soldaten die ungarische Flagge gesenkt, entfernt und davon getragen wird. Warum genau das gemacht worden ist wusste leider keiner von uns, falls hier jemand schlauer ist, kann er es ja vielleicht erklären.
Wir gingen abends dann die traditionellen Langós essen in einem leckeren Restaurant namens "Langós Papa" nahe an unserem Hostel.




















Langós

Am zweiten Tag besichtigten wir weiter Buda. Zuerst besichtigten wir die Matthiaskirche und die Fischerbastei. Schon auf dem Weg nach oben merkt man die komplett andere Atmosphäre, verglichen zu Pest, die ruhiger und harmonischer ist. Von der Fischerbastei hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Um auf die Fischerbastei zu kommen muss man als Student 500 HUF (1,50€) zahlen. Der Eintritt für die Kirche war -glaube ich- 1000 HUF (3,50€). Allerdings entschied ich mich nicht rein zu gehen.










Nach unserem Besuch auf der Fischerbastei spazierten wir dann zum Berg Gallert auf dem die Freiheitsstatue triumphiert. Der Berg ist ebenso in Buda und bietet den schönsten Ausblick auf Budapest. Rundherum findet man die berühmten ungarischen Thermen, die luxuriöse Angebote und Entspannungsprogramme bieten. Selber war ich nicht drinnen, aber eine Freundin im Hostel fand es sehr empfehlenswert.
Der Hike nach oben war sehr anstrengen, da die fast 30 Grad in der prallen Sonne und meine Unsportlichkeit sich deutlich zu spüren gemacht hat. Circa 30 Minuten braucht man planmäßig hoch und der Ausblick ist jede Anstrengung wert. Die Freiheitsstatue die über den Berg wacht ist damals von den Kommunisten aufgestellt worden als Symbol für die "Befreiung durch den Kommunismus". Später nach dem das ungarische Volk endgültig von den Kommunisten befreit wurde änderten Sie die aufschrift der Statue und machten sie als Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit von Ungarn.











Am selben Abend haben wir eine Schiffsfahrt auf der Donau gebucht, was sich leider als eine kleine Enttäuschung herausstellte. Klein aber auch nur weil ich eigentlich damit gerechnet habe. Wir haben uns für eine Abend-Tour entschieden. Leider haben wir keine Plätze mehr im oberen halb offenen Bereich bekommen und mussten deswegen unten hinter Scheiben die Stadt genießen. Die Stadt im Scheinwerferlicht ist auf jeden Fall sehenswert, allerdings ist dafür keine 30 Minütige überteuerte Bootsfahrt nötig. Ein einfacher Spaziergang hätte es auch getan.







Am nächsten Tag mit schmerzenden Füßen besuchten wir die große Traditionelle Markthalle, die definitiv eine großartige Anlaufstelle für Essenserkundung und Souvenirshopping ist. Der Tag entwickelte sich zu einem sehr entspannten Shopping Tag was im Urlaub auch mal sein muss.



Jetzt nochmal zurück zu dem Mural vom Anfang. Ich schloss mich ebenso einer Free Walking Tour für Street Art an. Ich liebe es die Murals zu sehen die die Geschichte der Stadt künstlerisch darstellen. Die Tour ging 1,5 Stunden und zeigte die Kunst im Jüdischen Viertel in Budapest.






Am vorletzten und letzten richtigen Tag war das Wetter leider nicht mehr so sonnig und warm wie die Tage zuvor. Da ich schon den größten und wichtigsten Teil von Budapest gesehen habe wollte ich mir auch mal einen anderen Eindruck von Ungarn einholen. Ich entschied mich in den Zug zu steigen und in die Stadt Esztergom zu fahren, die an der Grenze zur Slowakei liegt.
Die Zugfahrt kostete mich hin und zurück mit dem Studentenrabatt 1000 HUF (3,50€) und dauerte 1 Stunde pro Strecke.
Als ich ankam war das fast ein Kulturschock. Esztergom ist keine kleine Stadt war aber ein riesen Kontrast zu Budapest. Überall waren Bauernhöfe, anstatt Jeeps und Jaguars waren hier Klapperkisten unterwegs die große schwarze Wolken hinter sich zogen. Nach einem längeren Spaziergang zu der St. Adalberg Basilika sah man aber, dass sich in Richtung zum Stadtzentrum die Gebäude und Umgebung auch anpassten. Bunte, kleine und süße Gebäude eine idyllischen und nicht von Touristen überrannten Straßen. Die größte Attraktion ist da die Basilika und eigentlich auch die einzige die ich mir angeguckt habe, Die Fläche rund um die Basilika ist eine wunderbare Aussichtsplattform auf die kleine süße Stadt.
Die große Brücke über die Donau ist ebenfalls eine Attraktion für sich, denn Sie bietet nicht nur den Perfekten Spot für ein  Bild von Esztergom sondern bietet ebenso die Möglichkeit zu Fuß in die Slowakei zu gehen, da in der Mitte der Brücke die Grenze ist.
















Alles in allem habe ich mich in Budapest verliebt und habe das ungesunde aber sehr leckere ungarische Essen und die Zeit in Ungarn sehr genossen.
Vielleicht teilt ihr ja ähnliche Erfahrungen?

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Bis zum nächsten Mal.